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Grillen und entstehender Abfall

07.08.2017

Was passiert mit dem alten Grill oder der nass gewordenen Holzkohle. Wir liefern die wichtigsten Antworten zu diesem Szenario.

Grillen und Abfall

Folgende Situation: Sie planen eine Gartengrillfeier im Sommer mit einigen Freunden und
Nachbarn. Das Wetter ist gut, die Stimmung auch. Bei der Vorbereitung bzw. beim anschließenden
Aufräumen stoßen Sie auf Fragen bezüglich der Entsorgung; was passiert mit dem alten Grill oder
der nass gewordenen Holzkohle. Wir liefern die wichtigsten Antworten zu diesem Szenario. 


Die erste Frage stellt sich meist schon beim Blick auf den alten Grill im Schuppen. Braucht es nicht
einen Neuen? Kurzerhand wird sich für einen Moderneren und Teuren aus der Werbung
entschieden, doch was geschieht mit dem Alten? Entscheidend für die Entsorgung ist, um welche Art
Grill es sich handelt. Einen Elektrogrill nimmt INTEGRAL auf den Recyclinghöfen in Marburg-Cappel
oder auch Dautphetal an. INTEGRAL holt alle Art alter Elektrogeräte auch von den Grundstücken ab.
Die Telefonnummer ist auf dem Abfuhrkalender oder im Internet zu finden. Den alten aus Metall
gefertigten Holzkohlegrill nimmt der Schrotthändler mit. Auch über einen Gasgrill freut sich meist der
Schrotthändler. Achten Sie aber immer darauf, dass die Gasflasche Ihnen gehört oder von Ihnen
gemietet wurde, also nicht mit abgeben. Aus Umweltsicht am Kritischsten sind die Einweggrills, da
sehr viel Abfall entsteht, der aufgrund der starken Verunreinigung der Einzelteile nur im Restmüll
entsorgt werden kann.   

Hat man sich für einen klassischen Holzkohlegrill entschieden und muss feststellen, dass die
Holzkohlen über den Winter feucht geworden sind, ist das noch kein Grund für die Entsorgung.
Feuchtigkeit verringert die Qualität der Kohlen nicht. Am Einfachsten ist es die Verpackung zu öffnen,
falls sie noch nicht bereits geöffnet ist und sie für zwei Tage zum Trocknen in die Sonne zu stellen. Bei
Briketts funktioniert dies leider nicht, denn sie bestehen aus gepresstem Staub der Holzkohle und
dieser löst sich bei Feuchtigkeit auf. Bevor die Briketts aber im Restmüll landen, sind sie zerkleinert
im Kompost als Dünger besser aufgehoben.   

Nach dem Grillen muss leider wieder aufgeräumt werden, sonst finden sich schnell unliebsame
Gäste, wie Waschbären und Ratten im Garten ein. Alle Essensreste sollten über die Biotonne entsorgt
werden. Ist aufgrund von Eigenkompostierung keine Biotonne vorhanden, sollten die Essensreste in
die Restmülltonne. Die Toilette ist ebenfalls wegen Ungeziefer in der Kanalisation kein geeigneter
Entsorgungsweg. Noch ein Hinweis zur Biotonne: Gerade im Sommer riecht diese häufig recht
schnell. Am besten feuchte verdorbene Lebensmittel bereits in der Küche in etwas Zeitungs- oder
Küchenpapier einwickeln. Das Papier bindet die Feuchtigkeit. Auch ein Auskleiden des Bodens der
grünen Tonne hilft gegen zu viel Nässe und Geruch. Zeitungspapier oder Küchenrolle in geringem
Maße sind für den Bioabfall unkritisch.   

Positiv für die Umwelt ist die Verwendung von Porzellangeschirr. Haben Sie Einweggeschirr aus
Plastik für Ihre Feier genutzt und ist dies nur leicht verschmutzt, so wird es über den „gelben Sack“
bzw. die „gelbe Tonne“ entsorgt. Bei starker Verunreinigung sollte es zum Restmüll. Eine
Fehleinschätzung schleicht sich oft bei Papiergeschirr ein. Leider darf dieses nicht zum Altpapier. Der
Grund findet sich in einer dünnen Kunststoffbeschichtung, die verhindert, dass die Feuchtigkeit des
Essens in das Papier hineingelangt. Daher muss es auch zum Restmüll. Eine bessere und
umweltfreundlichere Alternative stellt beispielsweise Geschirr aus Palmenblättern dar. Diese
kommen vollständig ohne Chemie aus und sind sogar kompostierbar.   

Nachdem der Tisch nun fast vollständig aufgeräumt ist, fehlen noch die verschiedenen Flaschen.
Pfandflaschen sind klar, aber was passiert mit den verschieden farbigen Einwegflaschen und weshalb
sollen Flaschen überhaupt in verschiedene Altglascontainer einsortiert werden? Prinzipiell lässt sich
Glas recht einfach wiederverwerten. Es besteht größtenteils aus Sand, Soda und Kalk und ist daher
ein Produkt aus natürlichen Rohstoffen. Die Vorsortierung der Farben am Altglascontainer erleichtert
die Arbeit in der Glasfabrik. Möchte man ein Glas einwerfen, das nicht weiß, grün oder braun ist,
sollte man es in den Container für Grünglas werfen, denn diese Farbe erlaubt den größten Anteil an
Fehlfarben. Senfgläser beispielsweise sollten löffelrein sein und falls sie über einen Deckel verfügen,
sollte dieser nicht in den Altglascontainer sondern dem Dualen System zugeführt werden. 

Zum Schluss noch die Frage, wohin mit der Asche des Grills? Diese muss, natürlich vollständig erkaltet, in den Restmüll. 

Nach dem Grillen ist vor dem Grillen. Wir hoffen, wir konnten einige Fragen bezüglich der
Entsorgungswege aufzeigen und wünschen einen grillaktiven Sommer.

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