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Biedenkopf Das Wappen der Stadt Biedenkopf stellt das in einen Schild gesetzte farbige Stadtsiegel dar. Dieses seit 1259 bekannte und seit 1266 urkundlich belegte Siegel SIGILLVM BVRGENSIVM IN BIEDENCAPH, von dem sich ein Stempelabdruck im Staatsarchiv Marburg befindet, zeigt als Merkmal die Stadt im Bild: die zinnenbewehrte Stadtmauer, überragt von einem zinnenbekrönten größeren Turm zwischen zwei spitzbedachten kleineren Türmen und zwei Vierblättern; unter der Mauer ein schreitender Löwe. In dem Hessischen Wappenbuch von Wessel steht unter dem Wappen folgender Vers: In muro ternas fert Biedencapia turres; Et leo progreditur passibus ille suis. Die nicht wörtliche, sondern etwas freie Übersetzung lautet: "Biedenkopfs Türm auf Mauern stehen, ein Löw darunter geht." (Hi.Gesch.Bl. 1930, Nr. 4) Die Beschreibung des 1908/09 amtlich gebilligten und vom Hessischen Minister des Innern am 24. Juli 1975 nach der Gebietsreform erneut genehmigten Wappens lautet: "In Blau über silberner Zinnenmauer drei silberne Türme - der mittlere bezinnt, die beiden kleineren Seitentürme mit rotem Kegeldach und goldenem Knauf; beiderseits des Mitteldachs ein goldenes Vierblatt; unter der Mauer in Rot ein schreitender goldener Löwe." (St.Anz. 1975, S. 1471) Die rot-weiße Flagge zeigt im oberen Drittel das Stadtwappen. |
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Breidenstein Das Hessische Hauptstaatsarchiv Wiesbaden führte in einem Gutachten vom 22. April 1954 über das von der Gemeinde Breidenstein beantragte Wappen folgendes aus: "Ein Wappen der Gemeinde Breidenstein ist nicht überliefert,
obwohl der Ort 1398 von König Wenzel Stadtrechte erhielt, die es bis
zum Ende des vorigen Jahrhunderts beibehalten hat. Da sich mit dem Stadtrecht
jedoch in der Regel das Recht auf Wappenführung verband, ist anzunehmen,
daß der Ort in früherer Zeit ein solches Wappen geführt
hat, wenn es uns auch nicht mehr bekannt ist, so daß der Wunsch der
Gemeinde nach einem eigenen Wappen durchaus begründet ist. Die
Stadtgeschichte ist aufs engste mit der Geschichte des ortsadeligen Geschlechts
der Freiherren von Breidenbach zu Breidenstein verbunden und infolgedessen
war das Anliegen der Gemeinde berechtigt, ihr eigenes Wappen mit dem Wappen
der Herren von Breidenbach zu Breidenstein in bildlichen Zusammenhang zu
bringen. Auf dieser Grundlage hat das Staatsarchiv den im beiliegenden
Muster ausgeführten Vorschlag gemacht, der vorn drei Kleeblätter
und hinten eine Wolfsangel zeigt, die sich der Gestalt eines großen
B annähert. Auf diese Weise erhält die Gemeinde ein Wappen,
das nicht nur die Farben des Wappens der Herren von Breidenbach zu Breidenstein
verwendet, sondern auch die beiden Bildzeichen, die Kleeblätter wie
die Wolfsangel, daraus übernimmt, zugleich aber so verändert,
daß das Wappen der Herren von Breidenbach zu Breidenstein nicht damit
identifiziert werden kann. Durch die B-förmig gestaltete Wolfsangel
besitzt die Gemeinde zugleich ein redendes Bild in Form eines Gemerkes,
das den Anfangsbuchstaben des Ortswappens darstellt. Das auf diese
Weise gebildete charakteristische Wappenzeichen ist von dem Heraldiker
des Staatsarchivs unter dessen Aufsicht hergestellt worden und bildmäßig
einwandfrei."
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Dexbach Das Wappen von Dexbach verbindet in besonderer Weise ein historisches Symbol mit einer örtlichen Gegebenheit: Es hat eine Anregung aus dem Wappen des ortsadligen Geschlechts der Herren von Dexbach aufgenommen, das im 14. Jahrhundert bezeugt ist und 3 Kugeln oder Ringe in der Stellung 2:1 führt. Diese Kugeln hat man in rote Kirschen umgestaltet, sie sollen auf die an den Hängen des Ortes vorzüglich gedeihenden Kirschen hinweisen. Die Beschreibung des am 16. Juli 1955 genehmigten Wappens lautet: "In Gold ein Kirschenbündel mit drei roten Kirschen (2 zu 1) und drei grünen Blättern (1 zu 2)." Am 20. Februar 1956 wurde dem Ort die Führung einer Flagge genehmigt, die in einer von zwei goldenen Streifen eingefaßten breiten grünen Mittelbahn das Ortswappen zeigt. |
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Eckelshausen Das Wappen von Eckelshausen knüpft an den Namen des Ortes an. Auf diese Weise war es möglich, ein redendes Wappen zu schaffen. Das Wappenbild wurde deshalb aus drei Steinen, die heraldisch auch als Ecken bezeichnet werden, gebildet. Die Berankung (Damaszierung genannt) der drei goldenen Steine gehört zu den Gepflogenheiten der heraldischen Kunst, um größere einfarbige Flächen zu beleben. Die Beschreibung des am 28. Januar 1957 genehmigten Wappens lautet: "In Schwarz drei goldene damaszierte Rauten oder Ecken (1:2)." |
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Engelbach Das Wappen von Engelbach knüpft an den Namen des Ortes an. Eine Engelsfigur ist mit einem Bachlauf zum Ortswappen vereinigt worden. Die Beschreibung des am 3. August 1960 genehmigten Wappens lautet: "In Blau über einem erniedrigten silbernen Schräglinksbach eingeflügelter goldener Engelskopf." Seit dem 17. Sept. 1962 besitzt Engelbach auch eine Flagge. Die Flaggenbeschreibung lautet: "In dem von Gold und Blau schräglinks geteilten Flaggenfeld oben rechts das Gemeindewappen." |
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Katzenbach Das Wappen von Katzenbach vereinigt historische und landschaftliche Elemente. Auf den landgräflichen Jagdsitz deutet der Hirsch hin, auf den Ortsnamen der im Schildfuß sichtbare Bachlauf. Die Beschreibung des am 24. Juni 1963 genehmigten Wappens lautet: "In Rot ein nach rechts schreitender weißer Hirsch über einem goldenen Schildfuß mit blauem Wellenbalken." |
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Kombach Das Wappen der Gemeinde bezieht sich auf das durch die Landschaft - Wald, Wasser, Weide, Wiese und Wild - Gegebene und die Geschichte des Ortes. So weisen die beiden Hirschstangen auf den Berg Hirschstein in unmittelbarer Nähe des Ortes sowie auf den Wildreichtum um Kombach hin. Die Farben Rot und Silber bringen zum Ausdruck, daß Kombach seit dem 13. Jahrhundert der Landgrafschaft Hessen angehört hat. Der silberne Quell symbolisiert die 1961 entdeckte Mineralquelle; für das Feld der geschweiften Spitze wurde die Farbe Grün gewählt, um auf die Wiesen im nahen Lahntal, den Wald und die Weiden hinzuweisen. Das Wappen wurde vom Hessischen Minister des Innern am 23. Dezember 1965 mit folgender Wappenbeschreibung genehmigt: "Schild durch eine geschweifte grüne Spitze mit silbernem Quell von Rot und Silber gespalten, vorne und hinten eine Hirschstange in verwechselten Farben." |
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Wallau Das Bild des Wappens von Wallau knüpft an ein Fabelwesen in Gestalt eines Fuchses mit übergroßen, weißen Augen an, das in der örtlichen Sagenüberlieferung eine bedeutende Rolle spielt. Der Fuchs, über einen grünen Dreiberg gestellt, charakterisiert die waldreiche Umgebung des Ortes, die auch ihrerseits wieder eine natürliche Beziehung zu dem Wappentier hat. Als Grundfarben wurden die Farben grün-weiß gewählt, die von den örtlichen Vereinen seit langem geführt werden. Die Beschreibung des am 29. Oktober 1955 genehmigten Wappens lautet: "In Silber über grünem Dreiberg ein roter schreitender Fuchs mit weißglühenden Augen". Die am gleichen Tage genehmigte Flagge zeigt die Bahnen Grün und Weiß belegt mit dem Ortswappen. |
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Weifenbach Das Wappenbild von Weifenbach verknüpft in vielfältiger Weise topographische und namenskundliche Merkmale des Ortes sinnvoll miteinander. Der Weifenbach wurde als eine gegabelte Deichsel dargestellt,
um zum Ausdruck zu bringen, daß sich 2 Bäche im Ort vereinen
und hier den Weifenbach bilden, nach dem der Ort benannt worden ist.
Dieser allgemeinen Darstellung wurden noch drei Räder von Garnwinden
hinzugefügt, die zur Haspel, die früher Weife genannt wurde,
gehören. Damit wurde ein weiterer Bezug auf den Ortsnamen geschaffen.
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